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BFH zum Abzug von Kinderbetreuungskosten

  • 14. März 201414.03.14
  • Recht
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Drei Kinder sind nicht genug

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Ehe­gat­ten mit drei unter vier Jahre alten Kindern kön­nen ihre Kinder­be­treu­ungskosten nur nach Maß­gabe des Einkom­men­steuerge­set­zes von der Steuer abset­zen. Ein weit­erge­hen­der Abzug sei erst bei mehr als drei Kindern geboten. Dies geht aus einem am Mittwoch veröf­fentlicht­en Urteil des BFH her­vor.

Die Eltern der Kinder, von denen nur ein Eltern­teil erwerb­stätig ist, woll­ten Au-Pair-Kosten in voller Höhe steuer­lich abziehen, obwohl diese Aufwen­dun­gen nach dem Einkom­men­steuerge­setz (EStG) nicht abzugs­fähig waren.

Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) lehnte dies jedoch ab (Urt. v. 14.11.2013, Az. III R 18/13). Zwar könne bei mehreren Kindern ein Betreu­ungs­be­darf entste­hen, wenn ein Eltern­teil arbeite. Dies sei vor­liegend aber nicht der Fall. Hinzu komme, dass für das älteste der drei Kinder ein Abzug der Kinder­be­treu­ungskosten nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG zuläs­sig gewe­sen sei.

In einem anderen Ver­fahren, in dem Kinder­be­treu­ungskosten für zwei Kleinkinder gel­tend gemacht wur­den, hat der BFH jedoch angedeutet, dass die Aus­gestal­tung der Abzugstatbestände möglicher­weise ver­fas­sungswidrig sei. Eine dies­bezügliche Ver­fas­sungs­beschw­erde liegt derzeit dem Bun­desver­fas­sungs­gericht (BVer­fG) vor (Az. 2 BvR 2454/12).

age/L­TO-Redak­tion
BFH zum Abzug von Kinder­be­treu­ungskosten : Drei Kinder sind nicht genug. In: Legal Tri­bune ONLINE, 13.03.2014, http://www.lto.de/persistent/a_id/11328/ (abgerufen am 14.03.2014)

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